Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Dresden

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Inhalt: Bau und Unterhaltung der Elbe

Die Elbe wird bei normalen Abflussverhältnissen durch Stromregelungsbauwerke unterschiedlichster Art in ihrem Bett gehalten, wobei jedoch der frei fließende Charakter des Stromes erhalten geblieben ist.

Ein intaktes System von Strombauwerken - Buhnen, Deck- und Leitwerke, Grund- und Sohlschwellen - hält den Fluss im Gleichgewicht, das heißt, es bilden sich weder Erosion noch Anlandungen. Ein stabiles Flussbett gewährleistet der Schifffahrt verlässliche Fahrrinnenverhältnisse insbesondere in Bezug auf die angestrebten Mindestfahrrinnentiefen.

Die laufenden Infrastrukturaufgaben des WSA Dresden an der Mittel- und Oberelbe erstrecken sich zur Zeit auf Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen, die einer Verschlechterung der Schifffahrtsverhältnisse vorbeugen und einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss im Mittelwasserbett sichern.

Dieses Unterhaltungsziel soll eine Fahrrinnentiefe von 1,60 m und oberhalb Dresdens eine Fahrrinnentiefe von 1,50 m unter dem gültigen Bezugswasserstand gewährleisten, auch durch abschnittsweise Einschränkung der Fahrrinnenbreite auf unter 50 m. Erreicht wird dieses Ziel mittels einer Geschiebebewirtschaftung (Baggerungen und Geschiebezugabe), wobei Sedimente aus der Sohle, welche die Schifffahrt behindern, in Bereiche mit natürlichen Übertiefen umgelagert werden.

Das Hauptaugenmerk bei der Unterhaltung des Flusses liegt in der Instandsetzung von bei Hochwasser- und Eisereignissen beschädigten Strombauwerken sowie der Sicherung bestehender Strombauwerke. Im Einzelnen handelt es sich im WSA Dresden dabei um über 2100 Buhnen und 274 km Deck- und Leitwerke, aber auch um Sohl- und Grundschwellen.

Die ständige Instandhaltung insbesondere der Uferschutzbauwerke ist notwendig, weil beschädigte Anlagen zu Querschnittsaufweitungen und ungleichmäßigen Fließquerschnitten führen. Selbst kleine Schäden sind sofort zu reparieren, da sie sich besonders bei Hochwasser und Eisgang sehr schnell zu massiven Bauwerksschäden entwickeln können. In der Folge geht die Regelungsfunktion besonders der Buhnen verloren, die Fahrrinnentiefe verschlechtert sich, umfangreiche Baggerungen und Baumaßnahmen werden erforderlich. Außerdem entsteht bei unzureichend unterhaltenen Strombauwerken die Gefahr einer nicht ordnungsgemäßen Eisabfuhr im Winter.

Die beiden Bundesanstalten für Wasserbau und für Gewässerkunde untersuchen alle Unterhaltungsmaßnahmen des WSA Dresden vor Baubeginn auf ihre Hochwasserneutralität.

Hier erhalten Sie Informationen über die geplanten Unterhaltungsmaßnahmen an den Strombauwerken der Elbe im Jahr 2016. Darüber hinaus wird die Verknüpfung von verkehrlicher und wasserwirtschaftlicher Unterhaltung bei der Instandsetzung von Regelungsbauwerken dargestellt: Unterhaltungsmassnahmen 2016