Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Dresden

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Inhalt: Transportaufkommen

Transport eines Schiffsrumpfes Binnenschiff

Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Transportaufkommen und dem Zustand des Verkehrsweges Elbe?

Die Verkehrsentwicklung auf der Elbe steht im Zusammenhang mit der Qualität des Verkehrsweges. Durch die Instandsetzung des Stromregelungssystems werden wieder verlässliche Ablademöglichkeiten für die Binnenschifffahrt erreicht.


Welches Potential hat die Elbe für die Bewältigung des stark zunehmenden Containerverkehrs und der Sondertransporte (Projektladung)?

Der Transport von Gütern auf der Elbe kann nicht nur quantitativ betrachtet werden. Eine alleinige mengenmäßige Betrachtung der Tonnage wird der Produktpalette, der Wertschöpfung und der Standortbedeutung der Unternehmen im gesamten Elbeeinzugsgebiet, die das Binnenschiff nutzen, nicht gerecht.

Bei dem Transport von Containern mit dem Binnenschiff ist in den letzten Jahren eine steigende Tendenz zu verzeichnen. Die Befahrbarkeit der Elbe von Hamburg nach Dresden ist grundsätzlich bereits heute im 3-lagigen Containerverkehr möglich.

Auf der Elbe werden auch hochwertige, sperrige und übergewichtige Güter transportiert, für die es auf Straße und Schiene keine oder nur eingeschränkte Transportmöglichkeiten gibt. Der Transport solcher Güter bestimmt mit zunehmender Tendenz neben der Fahrgast-, Kreuz- und Sportschifffahrt die Bedeutung der Elbe als Verkehrsweg. Dazu gehören hochwertige Transporte von Turbinen, Transformatoren, Generatoren, Kompressoren, Schiffskörpern von Küstenmotorschiffen und Teilen für Windkraftanlagen. So hat zum Beispiel eine 300t-Turbine einen Warenwert von etwa 3,5 Mio. Euro. 2008 wurden allein über den Hafen Dresden 23 Turbinen als Projektladung per Binnenschiff transportiert (Quelle: Sächsische Binnenhäfen Oberelbe).

Eine Verlagerung von Transporten auf den Containerverkehr und die Durchführung von Projektladungen mit dem Binnenschiff lassen für den expandierenden Bereich der Logistikbranche im Hamburger Hafen und entlang der Elbe weiter hohe Zuwachsraten in den deutschen und tschechischen Binnenhäfen erwarten.


Welchen Beitrag leistet die Elbe für die Entlastung des Straßen- und Schienennetzes?

Die Gütertransporte in der Bundesrepublik Deutschland werden in Zukunft erheblich steigen. Die dem Bundesverkehrswegeplan 2003 zugrunde liegenden Verkehrsprognosen gehen bis 2015 von einer Gesamtsteigerung des Güterverkehrsaufkommens um 63 Prozent aus. Dabei soll das Güteraufkommen auf der Straße um 45,2 Prozent, auf der Schiene um 33,6 Prozent und mit dem umweltfreundlichen Güterschiff um 27 Prozent steigen.

Das derzeitige Aufkommen auf der Elbe kennzeichnet nicht das mögliche Potential für eine wirtschaftlich angemessene und ökologisch verträgliche Nutzung der Elbe durch die Binnenschifffahrt. Mit Blick auf den weiter steigenden Containerumschlag im Hamburger Hafen bestehen weitere große Wachstumspotentiale für wirtschaftliche Containertransporte auf der Elbe. Mit der Steigerung der Transportmengen auf der Elbe werden Straßen- und Schienennetz entlastet.


Kann die Bahn, die parallel zur Elbe verläuft, die Transporte der Binnenschifffahrt übernehmen?

Diese häufig gestellte Frage trifft nicht den Kern der Thematik, weil der Verkehrskunde seinen Transportträger nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten (Kosten) auswählt. Unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen für die Elberegion zeigen, dass losgelöst von Bahnkapazitäten die umweltfreundlichen Binnenschiffsverkehre aufgrund des eintretenden Kostenvorteils in der prognostizierten Höhe zu erwarten sind.

Das Wachstum des Güterverkehrsaufkommens fordert bereits heute ein Zusammenwirken der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße, um die erforderlichen Kapazitäten bereit zu stellen und die Transportkosten zu minimieren. Für das Binnenschiff lassen sich mit vergleichsweise geringen Investitionen in den Verkehrsweg beachtliche Kapazitätssteigerungen erzielen, auf die aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht verzichtet werden kann.