Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Dresden

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Inhalt: Wasserstände, Hochwasser

Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Wasserstände der Elbe und die Elbeschifffahrt?

Die Niedrigwasserentwicklung der letzten 150 Jahre auf der Elbe weist, im Gegensatz zum Spree-Havel-Gebiet, grundsätzlich einen positiven Trend auf. Mögliche Veränderungen der hydroklimatischen Verhältnisse als Folge eines Klimawandels lassen sich noch nicht konkret in ihren Auswirkungen auf die wasserwirtschaftlichen Verhältnisse quantifizieren. Untersuchungen dazu laufen bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie.

Speziell zur Betrachtung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserstraßen wurde das Projekt KLIWAS "Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt - Entwicklung von Anpassungsoptionen" aufgelegt, welches vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit einer Laufzeit von vier Jahren (Juni 2007 bis Mai 2011) beauftragt wurde.


Was ist das Ziel der gegenwärtigen Unterhaltungsmaßnahmen?

Das Ziel der Unterhaltungsmaßnahmen ist es, für die Schifffahrt zwischen dem Wehr Geesthacht und Dresden eine durchgängige Fahrrinnentiefe von 1,60 m und zwischen Dresden und Schöna von 1,50 m unter dem derzeit gültigen Bezugswasserstand zu gewährleisten. Mit abschnittsweise eingeschränkter Fahrrinnenbreite entspricht dies den Verhältnissen vor dem Augusthochwasser 2002.

Die aktuelle Umsetzung der Maßnahmen erfolgt auf der Grundlage der Ergebnisse der Überprüfung des bestehenden Stromregelungssystems der deutschen Binnenelbe durch die Bundesanstalt für Wasserbau aus dem Jahre 2005 sowie der "Grundsätze für das Fachkonzept der Unterhaltung der Elbe zwischen Tschechien und Geesthacht mit Erläuterungen".


Welchen Einfluss haben Stromregulierungsbauwerke der Elbe auf den Hochwasserabfluss?

Deckwerke (Längsbauwerke) beeinflussen den Hochwasserabfluss nicht, da sie den Flussquerschnitt nicht einengen.

Buhnen und Parallelwerke (Strombauwerke mit einengender Funktion) sind an der Elbe in der Regel auf Mittelwasserhöhe errichtet. Sie haben einen vernachlässigbar geringen Einfluss auf Hochwasser.

Die Hochwasserneutralität des Stromregelungssystems an der Elbe wurde im Auftrag der Bundesregierung nach dem Sommerhochwasser 2002 überprüft. In der wissenschaftlichen Untersuchung der Bundesanstalt für Wasserbau mit Unterstützung der Bundesanstalt für Gewässerkunde konnte die Hochwasserneutralität des Stromregelungssystems der Elbe nachgewiesen werden.

Sommerhochwasserereignisse wie 1997 an der Oder bzw. 2002 an der Elbe haben ihre Ursache in den großflächig intensiven Regenereignissen im Mittelgebirgsraum.